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… und die Bootsfahrt zu den Seehundbänken

Gleich am ersten Tag der Sommerferien machte sich die HWG auf in die Ferienfreizeit. Mit unserem Bulli samt Anhänger und einem geliehenen Auto vom Kinderheim starteten wir die lange Reise mit dem Ziel Bülkau, ein kleines Dorf in der Nähe von Cuxhaven (etwa 30 km entfernt). Wir, dass waren alle acht Kinder und dazu zwei Betreuerinnen und ein Anerkennungspraktikant. Nach einer wirklich langen und anstrengenden Fahrt wurden wir beim AnDSC_0204blick und erstem Rundgang unseres Ferienhauses direkt dafür entschädigt, denn unsere Unterkunft war einfach nur klasse. Nachdem wir gleich zu Beginn ein kleines Problem wegen der Zimmeraufteilung lösen mussten, erlebten wir danach wirklich zehn sehr schöne Tage. Leider war nur der Wettergott nicht wirklich auf unserer Seite. Doch obwohl es echt oft regnete und auch sehr kühl war, ließen wir uns nicht entmutigen. Immer wieder trotzten wir dem miesen Wetter und erlebten tolle Ausflüge. Dafür fuhren wir meistens nach Otterndorf, keine 10 km von Bülkau entfernt. In Otterndorf konnten wir den Kindern die Nordsee zeigen und besuchten gleich zweimal die Sole-Therme, in der die Kinder eine Menge Spaß hatten. An einem weiteren Tag unternahmen wir eine Kutschfahrt, die am Strand entlang und später durch den Ort führte und für die Kinder ein tolles Erlebnis darstellte.
Nachdem wir Otterndorf ausgiebig erkundet hatten, führte uns der nächste Ausflug zu einem Spielepark in die Wingst, einem weiteren kleinen Ort. Hierhin nahmen wir allerdings diesmal nicht unsere Fahrzeuge, sondern wanderten die gut 7 km dorthin. Obwohl einige Kinder am Anfang nicht komplett von dieser Idee überzeugt waren, waren sie bei der Ankunft im Park umso glücklicher, die Wanderung durchgehalten zu haben. Nach einem Aufenthalt im Park und einer Stärkung fuhren wir dann aber zurück zum Ferienhaus.

An den letzten zwei Tagen hatte nun auch endlich der Wettergott ein Einsehen mit uns und wir durften noch zwei Tage die Sonne genießen. Am vorletzten Tag fuhren wir alle freudestrahlend nach Duhnen, wo wir einen super coolen Tag am Strand verbrachten. Der letzte Tag sollte noch ein absolutes Highlight für uns werden. Morgens bekamen die Kinder ihr Bekleidungsgeld ausgezahlt und wir fuhren zum Shoppen nach Cuxhaven. Im Laufe des Tages wurde das Wetter immer schöner. Daher sind wir nochmal alle zum Hafen gelaufen, um noch ein paar Stunden am Wasser zu verbringen. Dort angekommen wurden wir von jungen Menschen angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, eine Hafenrundfahrt oder eine Bootsfahrt zu Seehundbänken zu unternehmen. Obwohl es unser Budget eigentlich gar nicht mehr hergab, entschlossen wir uns doch für eine Bootsfahrt zu den Seehunden. Wir handelten einen super Spezialpreis aus und im Nachhinein erwies es sich als abIMG-20160718-WA0022solut richtige Entscheidung. Bei herrlichstem Sonnenschein fuhren wir mit einem ganz alten Boot zu den Seehunden und vom Boot aus konnte man die Tiere echt super gut beobachten. Des Weiteren zeigte uns der Kapitän bei einer Rundfahrt durch den Hafen die dort liegenden Schiffe und berichtete über dessen Geschichte. Dieser Ausflug war für uns alle nochmal ein einmaliges Erlebnis zum Abschluss unserer Ferienfreizeit.

 

Am Ferienhaus angekommen halfen sich alle Kinder untereinander beim Kofferpacken und Aufräumen und halfen auch tatkräftig uns Betreuern. Überhaupt war die Gemeinschaft, sowohl zwischen den Kindern als auch mit den Betreuern die ganze Zeit über echt super. Natürlich gab es auch mal kleinere Reibereien, aber wirklich nichts Dramatisches. Auch beim abendlichen Kochen unterstützten wir uns alle gegenseitig und bei zwei schönen Grillabenden am Haus übernahmen immer wieder verschiedene Kinder die Position des Grillmeisters.

 

Nach der letzten Nacht in unserem Ferienhaus fuhren wir leider am heißesten Tag des Jahres zurück. Zum Glück hatten wir am Vortag schon den Wetterbericht gehört. Daher entschlossen wir uns, schon um sechs Uhr in der Früh aufzustehen und nachdem alles erledigt war und die Vermieterin die Ferienwohnung abgenommen hatte, konnten wir uns relativ zeitig auf die Rückreise machen. Die Fahrt war trotzdem sehr anstrengend, lang und es war echt heiß, doch das frühe Aufstehen erwies sich als eine weise Entscheidung. Müde und abgekämpft, aber glücklich wunderschöne zehn Tage miteinander verbracht zu haben, kam die gesamte Truppe der HWG wieder in die Wohngruppe zurück. Dort wurden wir freudestrahlend von zwei Betreuerinnen empfangen und die Kinder bekamen nach kurzer Zeit eine Stärkung vom Grill.
Text: Lars Scheibe

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