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Interview mit dem Autor des Buches „Der Sprung über den Mond“

Michael Pannhorst haucht in seinem gerade erschienenen Buch „Der Sprung über den Mond“ den wahren Geschichten als DSC Wanne-Eickel Fußball-Fan neues Leben ein. Dabei bringt er in seiner Zeitreise auf lebhafte, ja sogar erheiternde Weise dem Leser den ur-typischen Charme des Ruhrgebiets näher. Schnell findet man sich als Kind des Ruhrpotts darin wieder. Und weil es dabei um die gute Sache geht, kommt der Erlös dem Ev. Kinderheim Herne, hier in seiner Heimat, zugute. Christine IMG_2654Gudd hat sich mit ihm getroffen, um mehr über ihn und sein ungewöhnliches Vorhaben zu erfahren.

 

C.G.: Michael, am 01.07.2016 ist Dein Buch offiziell rausgekommen. Was ist das für ein Gefühl?

 

M.P.: Das ist schon was ganz Besonderes für mich. Nach fast 3,5 Jahren, die ich daran gearbeitet habe. Manchmal, wenn mich der Tatendrang verließ, hat mein guter Freund Wolfgang Quade mir einen Tritt in den Hintern verpasst. So viele Geschichten die ich im Kopf hatte, wollten zu Papier gebracht werden, was nicht immer leicht war. Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass es so lange dauern würde. Aber ich hatte ein Ziel vor Augen und so macht es mich jetzt umso stolzer, dass ich es geschafft habe.

 

C.G.: Warum sollte es ein Buch werden? Und nicht etwa ein Blog im Internet oder etwas Ähnliches?

 

3c0b45604f-Der Sprung über den Mond_Umschlag_DK3M.P.: Ich bin altmodisch. Für mich muss das noch alles auf Papier stehen. Man soll es in die Hand nehmen können. Es sollte authentisch, also echt sein. So ein Blog im Internet ist vielleicht noch eine Idee für die Zukunft – mal sehen. Da bin ich froh, dass mich dabei Wolfgang Quades Schwiegersohn Björn unterstützt. Der kennt sich mit Internetseiten und so aus. Er hat auch die www.mondspringer.de Seite entworfen.

 

C.G.: Das ist ja Dein erstes Buch. Wie hast Du Deine schriftstellerischen Fähigkeiten entdeckt?

 

M.P.: In der Schule war ich schon immer ganz gut in Deutsch. Gelesen habe ich auch sehr viel. Es dürften so rund 350 Bücher inzwischen sein. Später habe ich dann 10 Jahre ehrenamtlich als Pressebeauftragter für den DSC Handballverein gearbeitet. Es gefiel mir einfach, Spielberichte oder Presseartikel zu formulieren, die dann veröffentlicht wurden. Irgendwann fing ich an, meine Erlebnisse aus 40 Jahren als Fußball Fan aufzuschreiben. Diese doch teilweise sehr lustigen und einmaligen Geschichten wollte ich festhalten. Und so entstand nach und nach eine kleine Sammlung. Da lag der Gedanke nahe, das Ganze in einem Buch zusammenzufassen.

 

C.G.: Ich muss gestehen, dass ich mit Fußball gar nichts am Hut habe. Und als ich das Buch erhielt, dachte ich nur „oh je – eine Fußball Schwarte“. Doch zu meiner Überraschung liest es sich außerordentlich leicht und die persönliche Note, die Du als Erzähler Deinen Geschichten gibst, lies mich eintauchen in die Geschehnisse, als ob ich selbst dabei wäre. Das hatte ich nicht erwartet. Sehr schön finde ich auch die auflockernden Zitate dazwischen. Sie passen gut zum jeweiligen Thema. Wie geht es jetzt weiter mit Deinem Vorhaben?

 

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M.P.: Danke, es freut mich sehr, dass mir mein Anspruch, eben nicht ein Fußball-Buch mit Statistiken und Spielbewertungen, sondern eines mit lebhaften Geschichten aus dem Alltag zu schreiben, gelungen ist. Nun kümmern wir uns erstmal um die Publikation. Auf dem Cranger Kirmes Umzug haben wir allein 750 Flyer verteilt und demnächst gibt es eine 2,5 m lange Bandenwerbung dazu. Wolfgang hat sogar aus Spaß Udo Lindenberg ein Exemplar geschickt. Wir sind mal gespannt, ob da eine Reaktion kommt (lacht). Die 2. Auflage ist inzwischen auch schon bestellt, was uns riesig freut. Als nächstes folgen dann Lesungen. Aber das ist momentan alles noch in Planung.

 

C.G.: Was machst Du am liebsten, um mal komplett abzuschalten, wenn Du nicht schreibst oder arbeitest?

 

M.P.: Um so richtig runter zu kommen, lege ich mir häufiger mal eine Platte aus meiner Sammlung auf und genieße einfach die Musik. Ich fahre auch gerne Fahrrad. Da ist man mit sich allein. Keine Störungen von außen, kein Telefon, keiner klopft an. Mit meinen Freunden besuche ich auch hin und wieder Konzerte. Das ist einfach eine völlig andere Welt.

 

C.G.: Welche Rolle spielt Wolfgang Quade?

 

M.P.: (schmunzelt) Wolfgang kenne ich seit der Realschule. Wir sind jetzt über 45 Jahre befreundet und könnten unterschiedlicher nicht sein. Er ist ein Macher, sportlich fit, setzt Sachen sofort um und kann prima motivieren. Ich bin eher der Denker, der ruhige Typ. Wir ergänzen uns prima und haben unzählige gemeinsame Fahrten erlebt, die Wolfgang organisierte. Ich habe ihn damals an den Fußball herangeführt. Er hatte an den Sonntagen meist Langeweile und so nahm ich ihn einfach mal mit auf den Platz. Tja, so begann eine wunderbare Freundschaft, die bis heute anhält. Einige Kapitel des Buches habe ich sogar in Wolfgangs Kellerbar geschrieben. Er hatte dort einen PC und ich konnte die Ruhe beim Schreiben genießen. In meinem Buch handelt sogar eine Geschichte von ihm: Salto Mortale oder der waghalsige Sprung in einen Ford Capri (lacht herzhaft)… ja, das war eine witzige Sache. (kurze Pause) Wir haben damals auch zusammen den DSC Fan-Club betreut. Eine nicht immer dankbare Aufgabe, die uns aber viel Spaß gemacht hat.

 

C.G.: Hab lieben Dank für das tolle Interview und die interessanten Eindrücke, die Du mir gewährt hast. Es war mir eine Freude, Dich als einen echten, authentischen und netten Kerl kennenzulernen. Ich wünsche Dir viel Erfolg für Dein Vorhaben und drücke die Daumen, dass es bald eine Fortsetzung Deines Buches gibt.

 

M.P.: Das war erst mein 2. Interview und es hat mir viel Spaß gemacht. Ich verspreche: „Wir bleiben am Ball!“

 

 

Hinweis: Die Bezugsquelle des Buches und weitere Informationen findet man auf www.mondspringer.de.

 

 

Text: Christine Gudd; Bilder: Wolfgang Quade, Michael Pannhorst, Christine Gudd

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