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Ferienfreizeit 2017

Endlich Ferien! Sommer! Sonne! Wiese! See!

Bestimmt fragen sich jetzt viele: „Und wo bleibt der Strand? Wo bleibt das Meer?“ Nun, in Ungarn wird im Plattensee gebadet, auch bekannt als „Balaton“. Und wer immer diesen größten Binnensee Mitteleuropas zum ersten Mal besucht, der sinkt am Ufer nieder und ruft voll Ehrfurcht übers Wasser: „Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr!“

Die Vorbereitungen fingen schon Tage zuvor an. Einkäufe mussten erledigt werden. Die Wäsche musste gewaschen werden. Koffer mussten gepackt und der Bulli sowie das Auto beladen werden. Bei 7 jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 17 Jahren ist das eine echte Herausforderung. Styling fordert Material. Und zwar jede Menge. Doch die Vorfreude auf die Ferien und auf das große Haus, das wir gemietet hatten, ließ uns all dies problemlos zustande bringen.

Mit vollgepacktem Bulli und Auto begann die Fahrt am Freitag, den 4. August, in den Abendstunden. Wir waren noch keine Stunde unterwegs, da mussten die ersten Jungs eine Pause einlegen, um mal auszutreten. Warum auch vorher gehen, wenn die Welt voller Rastplätze ist mit größten landschaftsgärtnerischen Reizen! Siegerland Ost! Katzenfurt! Röthenwald im Spessart! Ach- wie ist doch die Welt so schön!

Es herrschte aber stets gute Laune auf der Fahrt. Genau genommen glich die rollende Kiste eher einem Partybus. Die Musik lief, dank einer mit Bass ausgestatteten Bluetoothbox, die ganze Fahrt über. Und zwar volles Rohr. Es wurde mitgegrölt. Es wurde sogar getanzt – auch auf die Gefahr hin, dass das ganze Ding für die übrigen Verkehrsteilnehmer dadurch so aussah, als sei hier die Seniorensitztanzgruppe Herne-Süd auf einem Wochendendausflug unterwegs. Anfangs brachte all dies die absolute Ferienstimmung. Aber nach 17 (in Worten: siebzehn!) Stunden Fahrt waren wir dann doch froh endlich anzukommen. Wer hält schon 17 Stunden Sitztanz durch?

Nun, bei unserer Ankunft war es 13 Uhr. Die Zimmerverteilung war zuvor schon besprochen worden und alle konnten ihre Zimmer beziehen. Die Bullis wurden ausgeladen und alles wurde wohnlich hergerichtet. Beim Einpacken brauchten sie ewig. Beim Auspacken waren sie schnell. Es verging keine Stunde, da waren wir fertig und fuhren direkt zum See. Es hatte, bitteschön, hammerharte 36 Grad Celsius da unten in Ungarn. Und der Plattensee heißt Plattensee, weil er so platt ist. Seis drum – am See war gut lümmeln und alle konnten neue Kräfte sammeln und die lange Reise Revue passieren lassen.

Der nächste Tag begann ganz entspannt und auch das Frühstück fand wesentlich später statt als sonst, damit auch alle einigermaßen ausschlafen konnten. Wegen des äußerst guten Wetters ging es auch heute gleich zum Wasser. So auch an vielen weiteren Tage bzw. an den Nachmittagen. Dies war dem fast schon zu heißem Wetter geschuldet, welches die Jugendlichen zum größten Teil so noch nicht erlebt hatten.

Natürlich wurden auch durchaus spektakuläre Ausflüge gewagt. Ein Besuch in der großartigen, geschichtsträchtigen Stadt Budapest. Die Exkursion zu einer Aussichtsplattform, von der aus man den kompletten Balaton überblicken konnte. Und natürlich ein wunderbarer Tag in einem Aquapark. Hier hatten nicht nur die „Jungs“ sondern vor allem auch deren „Aufpasser“ enorm viel Spaß.

Wir hatten wirklich angenehme 14 Tage. Wir freuen uns enorm auf die nächste Reise 2018. Es gibt keine angenehmere und aufregendere Art, um zu erkennen, zu begreifen und vor allem zu erfahren: Leben ist Veränderung! Und zwar, wenn man‘s nur richtig anpackt, immer eine Veränderung hin zum Besseren.

Die Wohngruppe L.i.V

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