Die Ergebnisse der theoretischen und praktischen Entwicklungen in
der Kinder- und Jugendhilfe und die Erfahrungen des Evangelischen
Kinderheims Herne zeigen, dass eine angemessene und erfolgreiche
Hilfe nur dadurch geleistet und erreicht werden kann, wenn
entsprechend des Hilfebedarfs auch spezielle pädagogische
Konzepte und Angebote entwickelt und umgesetzt werden.
Dieses Angebot ist ein spezielles pädagogisches Intensivangebot,
welches sich an Jugendliche richtet, die vor dem Hintergrund
einer psychischen Erkrankung mit einem komplexen Hilfebedarf von
seelischer Behinderung bedroht sind. Unsere Klientel zeigt u. a.
Symptome wie Orientierungslosigkeit, Denk- und
Kommunikationsstörungen, starke affektive Schwankungen,
zwanghafte Gedanken/Handlungen und Antriebs-armut.
Zur Sicherung, weiteren Stabilisierung und zur Vermeidung von
Drehtüreffekten (Klinik, zu Hause, Klinik) wurde in Kooperation
mit umliegenden Kinder- und Jugendpsy-chiatrien vom Ev.
Kinderheim Herne dieses pädagogische Wohngruppenangebot
entwickelt.
Derzeitige Kooperationsklinik ist die Vestische Kinder- und
Jugendklinik Datteln (KJP Datteln).
Übersicht:
Nach einer Stabilisierungsphase in der Klinik dient die
Wohngruppe CASA durch ihr speziell entwickeltes pädagogisches
Angebot der weiterführenden Sicherung des Ju-gendlichen, der
Gestaltung der zwischenmenschlichen Beziehungen, sowie der
Schaf-fung jugendspezifischer Strukturen im sozialen Um- und
Lernfeld, sowie der Förderung der Persönlichkeit.
Darüber hinaus werden den Jugendlichen ihre jeweiligen
Erkrankungen verständlich erklärt, sodass im Alltag ein adäquater
Umgang mit dieser eingeübt werden kann.
So wird hier ein Rahmen mit der Zielsetzung gegeben, die
Entwicklung der Jugendli-chen zu fördern, die Auffälligkeiten zu
reduzieren und einen angemessenen Umgang damit zu erlernen.
Die Familien dieser Jugendlichen erleben durch die Unterbringung
ihres Kindes in der Wohngruppe eine Entlastung bei den
Anforderungen, die das oben genannte Störungs-bild für das
Familienleben mit sich bringt.
Durch das Herauslösen des Jugendlichen aus seinem Familiensystem
wird das Leben in den manifesten und häufig die Krankheit negativ
verstärkenden Kommunikations-, Beziehungs- und Verhaltensmustern
abgebrochen und somit der Beginn für einen positiven
Entwicklungsverlauf bei intensiver Familienarbeit für den
Jugendlichen und seiner Familie möglich.
Zielgruppe
Alter: ab 10 Jahren
Geschlecht: koedukativ
Gruppenstärke: 6 Jugendliche
Hier leben:
- Jugendliche mit einem komplexen Hilfebedarf,
- Jugendliche, die von der Psychiatrie als depressiv,
manisch-depressiv, zwanghaft, phobisch (Schulphobie, soziale
Phobie) diagnostiziert wurden,
- Jugendliche mit der Diagnose der Schizophrenie, die wahnhafte
Gedanken, selbstverletzendes Verhalten und/oder psychosomatische
Erkrankungen (Essproblematik, Asthma) zeigen ... mehr